Einen tollen Abschluss der Unterrichtseinheit "Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung bildete für die beiden vierten Klassen der Besuch der Hausener Kläranlage.

 

Hier wurde den Kindern klar, dass der Spruch "Aus den Augen" - (dh. in diesem Falle ab durch die Klospülung und durch das Abflussrohr) "aus dem Sinn" nicht immer dauerhaft gilt. Denn unser Geruchssinn wurde bei so mancher Station in der Kläranlage auf eine harte Probe gestellt.

Martin Heilmann erklärte den Kindern anschaulich, wie das Abwasser von rund 9000 Haushalten aus Hausen und Wimmelbach, aber auch aus Heroldsbach, Oesdorf und Poppendorf in verschiedenen Stufen gereinigt wird. Durch die direkte Anschauung verstanden die Kinder schnell den Unterschied zwischen der mechanischen und der biologischen Reinigungsstufe. Bei der letztgenannten wird das Abwasser mithilfe von winzigen Mikroorganismen wie z.B. Bakterien wieder von vielen Schmutzstoffen befreit. Damit es diesen Mikroorganismen gut geht, wird in einem Becken das Wasser regelmäßig belüftet, sodass die kleinen Lebewesen auch genug Sauerstoff zum Überleben haben. Der "trockene" Klärschlamm wird nicht wie vielerorts üblich auf die Felder ausgebracht, sondern von einer Spezialfirma abgeholt.

Die Schülerinnen und Schüler durften auch einen Blick in das kleine "Labor" werfen, in dem die Mitarbeiter der Kläranlage regelmäßig das Abwasser und das geklärte Wasser auf Schadstoffe hin überprüfen. Das ist wichtig, denn bestimmte Grenzwerte dürfen nicht überschritten werden, wenn das Wasser wieder in den natürlichen Wasserkreislauf eingeleitet wird. Anderenfalls muss die Gemeinde Strafgebühren entrichten.

Die Kinder verstanden nun, warum ihre Eltern für das Abwasser mehr bezahlen müssen als für das Trinkwasser.

Die SchülerInnen, Heike de Clerk, Frau Müller und Michael Schwinn dankten dem Team der Kläranlage mit einem kräftigen Applaus für die kurzweilige und interessante Führung!

Text: Heike de Clerk, Bilder: Michael Schwinn